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Bernoullianum, Hebelstrasse / Klingelbergstrasse

Libanon-Zeder
Cedrus libani

Baum des Monats

Der Libanonzeder wird, als eine der Baumarten für die Zukunft im Klimawandel, großes Potential in unseren Breiten attestiert. Ihre Trockenheits- und Hitzetoleranz, der vergleichsweise geringe Anspruch an den Boden sind ideale Voraussetzungen für den Standort der beiden Bäume am Bernoullianum.

Die beiden Libanon-Zedern vor dem altehrwürdigen Bernoullianum wurden als Ersatz für zuvor gefällten Atlaszedern gepflanzt. Die bläulich schimmerden Atlaszedern hatten viele Jahrzehnte vor dem Haupteingang gestanden und ihre Lebenskraft verloren. Auch nasser Schnee und Eisregen in den 70er Jahren haben den Bäumen durch Astabbrüche zugesetzt. Die jungen Libanonzedern haben sich in den letzten 15 Jahre sehr schön entwickelt und erreichen in der Zwischenzeit die Höhe der damals gefällten Bäume. Da diese beiden Exemplare das Potenzial haben, weit höher als das Gebäude zu werden, müssen die Bäume in ihrer Kronenausbildung weiter begleitet werden. Das Ziel ist, dass die Bäume langfristig über das Gebäude hinaus wachsen und die Sicht wieder frei wird auf den Eingangsbereich und die Fassade des Bernoullianums. Libanon-Zedern stammen aus dem Mittelmeerraum bis Kleinasien. Sie sind mit den neu zu erwartenden klimatischen Verhältnissen bestens vertraut. Allerdings setzen ihnen zur Zeit Schädlinge zu, was an einem auffälligen Harzfluss an der Rinde zu beobachten ist. Borkenkäferbefall oder Wachstumsrisse könnten die Ursache sein. Jedenfalls wird der Harzfluss weiter beobachtet und untersucht.

Lateinischer Name Cedrus libani
Pflanzdatum 2008
Baumalter 23
Standjahre 15
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Libanon-Zeder

Standort

Das Bernoullianum ist nach der Mathematikerfamilie Bernoulli benannt. Es war das erste naturwissenschaftliche Spezialgebäude der Universität Basel und wurde 1872–1874 zum 400-Jahr-Jubiläum der Naturwissenschaften an der Universität erbaut. Es ersetzte die Räumlichkeiten im Museum an der Augustinergasse. Sein Architekt war Johann Jakob Stehlin der Jüngere. 1957–1960 wurde es erweitert und innen umgebaut. Das Gebäude steht auf dem Areal des früheren «Wasenbollwerks» von 1530, das nach dem 1859 begonnenen Abbruch der Stadtmauern frei wurde. Als einstige Anstalt für Physik, Chemie und Astronomie befand sich in ihm bis 1928 die Basler Sternwarte, wovon die Kuppel auf seinem Dach zeugt. In den grossen Hörsaal führt eine Freitreppe an der Front des Monumentalbaus. Die damals gepflanzten Zedern hätten allerdings niemals einer derart prominente Gestalt annehmen sollen. 

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